Großeinsatz zum Jahresabschluss: Kieler Jugendfeuerwehren meistern anspruchsvolle Übung

Ein Highlight für die Jugendlichen der Kieler Jugendfeuerwehren ist jedes Jahr die große Jahresabschlussübung. Auch in diesem Jahr kamen wieder alle neun Kieler Jugendfeuerwehren zusammen, um gemeinsam ein anspruchsvolles Einsatzszenario zu bewältigen.
Um 10 Uhr erfolgte die Alarmierung für den ersten Löschzug: Gemeldet wurde ein Brand in einer PKW-/LKW-Werkstatt, nachdem es auf dem Gelände zu einer Explosion gekommen war. Als der erste Löschzug mit den Jugendfeuerwehren aus Meimersdorf, Schilksee und Wellsee eintraf, wurde schnell klar: Hier war deutlich mehr passiert als zunächst angenommen. Auf dem weitläufigen Gelände hatten sich in mehreren Bereichen unterschiedliche Schadenslagen entwickelt. Deshalb wurden umgehend der zweite Löschzug mit Moorsee, Russee und Dietrichsdorf sowie der dritte Löschzug mit Gaarden, Suchsdorf und Elmschenhagen nachalarmiert.
Brand in der Waschhalle
Die Gruppenführer verschaffen sich einen ersten Überblick & Planen ihre Entscheidungen Brandbekämpfung im ersten Abschnitt (Foto: David M.) Die Wasserversorgung wurde mit einem Faltbehälter hergestellt
Im ersten Einsatzabschnitt galt es, einen Brand in einer Waschhalle zu bekämpfen. Dichter Übungsnebel und passende Geräusche aus einem Lautsprecher sorgten dabei für eine realistische Einsatzatmosphäre. Auch die Wasserversorgung musste von den Jugendlichen selbstständig aufgebaut werden. Zum Einsatz kam dabei ein Faltbehälter.
Gefahrstoffaustritt an einer Reinigungsanlage
Für die realistische Optik sorgt eine Nebelmaschine (Foto: David M.) Mit Chemikalienschutzanzügen wird zur Rettung vorgegangen (Foto: David M.) Die meisten tragen zum ersten Mal die Schutzanzüge
An einer technischen Anlage für Reinigungsmittel war es zu einem Gefahrstoffaustritt gekommen. Ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen gingen die Jugendlichen zur Reinigungsanlage vor – dargestellt durch die Gefahrgut-Übungsanlage – und versuchten, die austretende Flüssigkeit zu stoppen.
Für viele der Jugendlichen war das ein völlig neues Szenario. Einsätze mit Gefahrstoffen gehören schließlich nicht zum alltäglichen „1×1“ der Jugendfeuerwehr und boten damit eine besondere Herausforderung.
Rauch in der Halle und eingeklemmte Person
Eine Person wurde von einem Radlader eingeklemmt Riegelstellung, um die Ausbreitung zu verhindern
Auch im dritten Abschnitt wartete ebenfalls eine anspruchsvolle Lage: Aus einer Halle drang Rauch. Mehrere Trupps gingen mit Atemschutz-Übungsgeräten zur Brandbekämpfung vor. Doch damit nicht genug: Neben der Halle entdeckten die Einsatzkräfte einen Radlader, unter dessen Schaufel eine Person eingeklemmt war. Auch diese Person musste möglichst schonend befreit werden.

Für die neun Kieler Jugendfeuerwehren gab es damit ordentlich zu tun – und am Ende konnten alle Übungsszenarien erfolgreich abgearbeitet werden. Durch die Größe und die verschiedenen Einsatzstellen waren die Jugendlichen während der gesamten Übung gefordert. Gleichzeitig gab es jede Menge zu entdecken, zu beobachten und natürlich auch zu staunen.Gerade solche großen Abschlussübungen bieten den Jugendlichen einen spannenden Einblick in die Dimension realer Großeinsätze.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Übungsleitung sowie an alle Helferinnen und Helfer, die diese abwechslungsreiche Jahresabschlussübung geplant, vorbereitet und durchgeführt haben.



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